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Burg Gnandstein - Foto: Tom Williger Burg Gnandstein - Foto: Tom Williger

Burg Gnandstein

Eine Burg wie aus dem Bilderbuch

Die Burg Gnandstein zählt zu den eindrucksvollsten und am besten erhaltenen romanischen Wehranlagen Sachsens. Hoch über dem Tal der Wyhra gelegen, blickt sie auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück.

Die Geschichte

Gegründet wurde Burg Gnandstein von Gefolgsleuten des wettinischen Fürstenhauses, bevor sie in den Besitz der Familie von Einsiedel überging. Diese prägte die Burg über Jahrhunderte hinweg und lebte hier vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – ohne den symbolträchtigen Burgschlüssel jemals abzugeben.

Museum

Noch heute vermittelt die Anlage mit Bergfried, Zwinger, Zinnen, Schildmauer und Palas ein anschauliches Bild mittelalterlicher Wehrarchitektur. Die mächtigen Mauern und historischen Räume lassen Besucher tief in vergangene Zeiten eintauchen. Besonders die spätgotische Burgkapelle mit ihren kunstvollen Flügelaltären aus dem frühen 16. Jahrhundert gilt als architektonisches und kunsthistorisches Highlight. Auch der 33 Meter hohe Bergfried prägt das Erscheinungsbild der Burg und bietet einen weiten Blick über das Kohrener Land.

Hinweis: Der Bergfried ist derzeit aufgrund von Bauarbeiten geschlossen und wird voraussichtlich erst 2027 wieder zugänglich sein.

Neben der eindrucksvollen Bausubstanz begeistert Burg Gnandstein vor allem durch ihr vielfältiges Ausstellungsangebot, das Geschichte lebendig werden lässt. In original erhaltenen Wohnräumen mit Ausstattung vom Barock bis zum Klassizismus wird deutlich, wie sich die Burg im Laufe der Jahrhunderte vom Wehrbau zum Wohnschloss entwickelte.

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Sammlung „Begegnung mit dem Schönen – die Sammlung Groß“. Sie umfasst über 300 kunsthistorisch wertvolle Objekte aus sieben Jahrhunderten, darunter Gemälde, Möbel, Porzellan, Schmuck und sakrale Plastiken. Die Exponate zeichnen eine faszinierende kulturgeschichtliche Entwicklung vom späten Mittelalter bis in die Zeit des Jugendstils nach.

Weitere spannende Einblicke bietet das sogenannte Schaumagazin, in dem zahlreiche Museumsstücke thematisch geordnet präsentiert werden – von Glas und Fayencen bis hin zu Textilien und Gemälden. Ergänzend dazu widmet sich das Keramikgewölbe der Vielfalt keramischer Werkstoffe und zeigt unter anderem Werke des sächsischen Kunstkeramikers Kurt Feuerriegel.

Auch die Waffenkammer gehört zu den eindrucksvollen Ausstellungsbereichen: Hier werden Hieb- und Stichwaffen sowie historische Feuerwaffen aus mehreren Jahrhunderten präsentiert. Ergänzt wird die Sammlung durch Rüstungen und Jagdgerät, die einen authentischen Einblick in die Wehr- und Jagdkultur vergangener Zeiten geben.

Für jüngere Besucher gibt es zudem spezielle Angebote wie einen kindgerechten Ausstellungsbegleiter, der spielerisch durch die Burg führt und die wichtigsten Stationen erklärt.

Abgerundet wird die besondere Atmosphäre der Burg durch eine alte Sage: Noch heute soll ein verborgener Schatz auf dem Gelände schlummern. Auch wenn dieser bislang nicht gefunden wurde, können Besucher bereits zahlreiche kostbare Funde aus mehreren Jahrhunderten in den Ausstellungen bestaunen – und dabei ein Stück lebendige Geschichte entdecken.

Öffnungszeiten

Ende März bis Anfang November
genaue Öffnungszeiten: https://www.burg-museum-gnandstein.de/de/gaesteservice/

Kontakt

Telefon

+49 (0)34344 61309

Internet

www.burg-museum-gnandstein.de

Adresse

Burgstraße 3
04654 Frohburg OT Gnandstein

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Führung mit der Kammerzofe auf der Burg Gnandstein - Foto: André Forner
Burg Gnandstein - Foto: BUR Werbeagentur GmbH
Lanzenstechen auf der Burg Gnandstein - Foto: André Forner
Burg Gnandstein - Foto: BUR Werbeagentur GmbH

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