Schloss Nossen
"Lost Place to be"
Der "Lost Place" wird gerade für eine neue, moderne Ausstellung fit gemacht und öffnet nur zu speziellen Führungsterminen.
Von Mittelalter bis Renaissance
Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man sie: Die Spuren der mittelalterlichen Burg, auf der vor 800 Jahren die Ritter von Nossen herrschten. Auf die Ritter folgten jedoch schon bald die Bischöfe von Meißen, diesen wiederum die Zisterziensermönche aus Altzella. Und nach der Reformation nahmen schließlich die sächsischen Kurfürsten die Nossener Burg in Besitz, um sie in ein prächtiges Renaissanceschloss umbauen zu lassen.
Obwohl mitten in Sachsen gelegen, machte die ganz große Geschichte meist einen Bogen um das Schloss hoch über der Freiberger Mulde. Immerhin weilte August der Starke mehrfach zur Mittagspause in Nossen. Ebenso ließ er seine ehemalige Geliebte Gräfin Cosel für einige Wochen hier einsperren, bevor es für die Unglückliche nach Stolpen weiterging. Doch während angebliche Hexen und Zauberer, verwegene Wilderer und gefürchtete Räuber in den dunklen Kellerverliesen schmorrten, durfte die Gräfin in dieser Zeit wenigstens die herrschaftlichen Räume im Südflügel bewohnen.
Auf dem Weg zum modernen Museum
All das ist längst Vergangenheit. Inzwischen ist Ruhe in die Schlossanlage eingezogen, das Museum geschlossen. In den prächtigen Räumen, die einst von Fürst und Fürstin bewohnt wurden, arbeiten Zimmerleute, Maler und Elektriker. Schloss Nossen soll für die Zukunft fit gemacht werden und mit neuer, moderner Ausstellung wiedereröffnen.
Bis es soweit ist, öffnet es zu ausgesuchten Terminen und bei Führungsanfragen die alten Tore, um vom spannenden Schlossleben vergangener Jahrhunderte zu berichten. Der Schlosshof ist immer zu besichtigen.
Öffnungszeiten
Nur ihm Rahmen von Führungen zugänglich (Termine siehe Website).
Kontakt
Telefon
+49 35242 50435
Internet
Adresse
Am Schloss 3
01683 Nossen
