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Mitgliederportrait

Lavendel Charlotte Königshain-Wiederau

Unser Mitgliederportrait im Juli: Ein Hof voller Lavendel und Leidenschaft

„Ich bin Netzwerkerin und stehe gern mit Menschen in allen Altersgruppen im Austausch. Ich schätze die Vernetzung innerhalb des Vereins und nutze beispielsweise gerne die Möglichkeit, auf Messen die Region und meine Angebote zu präsentieren.“
Christine Winkler-Dudczig

Schon als Jugendliche machte sich Christine Winkler-Dudczig Gedanken darüber, wie die Flächen rund um ihren elterlichen Hof in Königshain-Wiederau sinnvoll genutzt werden könnten. „Ich habe mich schon immer damit beschäftigt, was ich gerne anbauen möchte“, erzählt sie. Es sollte etwas sein, das zum Hof der Familie passt und den vorhandenen Flächen eine sinnvolle Bedeutung gibt.

Nach der Schulzeit zog es sie zunächst hinaus in die Welt. Sie verließ ihre Heimat und wohnte an verschiedenen Orten. „Mir war aber schon immer klar, dass ich irgendwann wieder zurück möchte“, sagt sie.

Im Haus neben dem elterlichen Hof widmet sich Christine Winkler-Dudczig heute ihrer großen Leidenschaft: dem Lavendel. Was 2014 zunächst als Versuch auf kleiner Fläche begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem beständigen Nebenerwerb. Ein wichtiger Meilenstein war dabei der Gewinn des eku-Zukunftspreises 2020, durch den die Anschaffung einer Destille möglich wurde.

Die Wahl fiel bewusst auf den echten Lavendel. „Echter Lavendel ist eine Pflanze, die aus den Bergen kommt. Und ich dachte: Das müsste bei uns auch funktionieren, da er mit dem hiesigen Klima und den Winterbedingungen am besten zurechtkommt.“

Dass man mitten im Landkreis Mittelsachsen ein Lavendelfeld findet, ist wohl eher ungewöhnlich. Auf mittlerweile rund 2.000 Quadratmetern wächst die duftende Pflanze in Königshain-Wiederau. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Feld Ende Juni, wenn die Lavendelblüte ihren Höhepunkt erreicht und die Fläche in ein leuchtendes Violett taucht.

Der Name ihres Unternehmens, „Lavendel Charlotte“, erinnert übrigens an die eigene Familiengeschichte: Charlotte ist ihr zweiter Vorname sowie der Vorname ihrer Urgroßmutter.

Die Arbeit rund um den Lavendel ist aufwendig und erfolgt in Handarbeit. Während der Sommermonate liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf Anbau und Verarbeitung. Gemeinsam mit ihrem Mann Manuel schneidet sie die Blütenstände von Hand. Der Lavendel wird angetrocknet, bevor daraus in der Destille das kostbare Öl gewonnen werden kann. Pro Saison entstehen so einige Liter Lavendelöl. Für die Herstellung der Produkte genügen jedoch schon wenige Tropfen: für Öle, Hydrolat (Lavendelwasser), Sirup, Gelees, Likör, Duftkissen und klassische Lavendelbündel.

Immer mehr Menschen besuchen den Hof auch, um die besondere Atmosphäre des Lavendelgartens zu erleben. Vor allem Frauengruppen nutzen das Angebot für Teamtreffen oder gemeinsame Auszeiten. Beim Kranzbinden, bei Workshops oder einfach beim Zusammensein finden viele Besucherinnen Ruhe und Entspannung.

„Die Leute haben eine gute Zeit bei uns“, sagt Christine Winkler-Dudczig. „Der Ort spendet Kraft. Er hat etwas Schönes, erdet Menschen und lässt sie zur Ruhe kommen.“ Gerade bei den Kranzbinde-Abenden erlebt sie immer wieder, wie die Teilnehmerinnen im kreativen Arbeiten den Alltag hinter sich lassen.

Diese besondere Erfahrung ist allerdings zeitlich begrenzt. Nur etwa vier bis sechs Wochen im Jahr, während der Blütezeit des Lavendels, zeigt sich der Garten in seiner ganzen Pracht.

Die Nachfrage nach den Gruppenangeboten wächst stetig. Deshalb plant sie bereits weitere Projekte. Künftig möchte sie auch in der alten Schule in Königshain Workshops anbieten und so noch mehr Menschen für die Welt des Lavendels begeistern.

Für sie selbst ist der Garten seit jeher ein besonderer Rückzugsort. „Ich genieße die Stille im Garten. Ich bin von Kind an gerne draußen gewesen. Es ist schön, wenn man im Garten selbst etwas machen kann. Und es ist schön, wenn Menschen herkommen und das hier ebenfalls genießen und hier zur Ruhe kommen können.“

 

Weitere Mitgliederportraits

Juli 2026: Lavendel Charlotte Königshain-Wiederau
Juni 2026: Amazing Amerika Penig
Mai 2026: "Zum Prellbock" Lunzenau
April 2026: "kleine schweiz" Königshain-Wiederau
März 2026: Sportzentrum am Taurastein Burgstädt
Februar 2026: Rochlitzer Geschichtsverein e. V.
Januar 2026: Ines Scheufler: Abenteuer Fastenwandern
Dezember 2025: Raum der Wünsche Rochlitz
November 2025: Förderverein Rokoko-Park Kohren-Sahlis e. V.
Oktober 2025: Bergrestaurant "Türmerhaus" Rochlitzer Berg
September 2025: Unser Gut Lunzenau
August 2025: Snackpoint Schievelbein
Juli 2025: ATD-Mobility UG Chemnitz
Juni 2025: Historischer Besiedlungszug
Mai 2025: Pineapplewakepark Rossau
April 2025: Sonnenlandpark Lichtenau
März 2025: TVS Trabantvermietung Sachsen, Zettlitz
Februar 2025: Liebe Café Bistrô Penig
Januar 2025: Heidi Wündisch aus Wechselburg
Dezember 2024: Freizeitbad RIFF, Bad Lausik
November 2024: Bäckerei und Konditorei "Zum Kirchbäck", Burgstädt
Oktober 2024: Das Muldenschlösschen, Rochsburg
September 2024: Gästeführerin Ulrike Gabriel
August 2024: Naturschutzstation Herrenhaide
Juni 2024: Alpakas im Chemnitztal
Mai 2024: Gartencafé Schievelbein Rochsburg
April 2024: Eisenbahnfreunde Chemnitztal
Februar 2024: Burgstädter Nudelmanufaktur
Januar 2024: Gasthof "Zu den drei Linden" in Nöbeln
Dezember 2023: Heimat- und Kulturverein Lunzenau u. Umgebung e.V.
November 2023: Filz-Fantasien Wechselburg
Oktober 2023: Hof Landsprosse in Garnsdorf
September 2023: Diakonisches Werk Rochlitz
August 2023: Andreas Meinhold aus Wechselburg
Juli 2023: Schwanen-Apotheke Burgstädt
Juni 2023: Förderverein Muldentalbahn
Mai 2023: Gästeführerin Carmen Petrus
März 2023: AURA-Pension Villa Rochsburg
Februar 2023: Esskulptur & Seifenstück Mittweida
Januar 2023: Kaffeerösterei Reinhardt Burgstädt

 

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