Schon von weitem erblickt man das Wahrzeichen der Stadt, das Schloss Colditz, welches auf einem 30 Meter hohen Felsen thront. Es wurde erstmals 1046 urkundlich erwähnt und ist von einer wechselvollen Geschichte geprägt. So diente es im Zweiten Weltkrieg als Hochsicherheitsgefangenenlager für alliierte Offiziere. Damals spielte sich ein unvergleichlicher Kampf des Einfallsreichtums zwischen den Gefangenen und den Wachen ab, der Schloss Colditz zu einer internationalen „Fluchtschule“ machte. Noch heute pilgern tausende Besucher aus aller Welt, vor allem aus dem englischsprachigen Raum, nach Colditz.
Seit Hunderten von Jahren sind auch das Colditzer Porzellan und die Keramik ein Begriff. Das erste Europäische Hartporzellan wurde mit Colditzer Kaolinton unter Johann Friedrich Böttger erfunden. Eine kleine Ausstellung kann man im stadtgeschichtlichen Museum besichtigen.
Unweit des Colditzer Schlosses erstreckt sich ein kleiner Laubmischwald, der Colditzer Tiergarten. Hier ließ im 16. Jahrhundert Kurfürst Friedrich der Weise ein Wildgehege anlegen. Es wurde zum Jagdrevier und Vergnügungsort sächsischer Kurfürsten erweitert und teils kunstvoll baulich ausgestattet. Der Colditzer Tiergarten gehört damit zu den ältesten und seinerzeit berühmtesten Anlagen.
Über den Wanderweg durch den Tiergarten ist der Ort Zschadraß zu erreichen, der durch seine über 100jährige Geschichte der Psychiatrie bekannt ist. Im Kunst- und Museumsprojekt können Sie sich über dieses Thema informieren. Im Dentalhistorischen Museum sehen Sie eine der größten dieser Sammlungen Europas.
Sehenswert ist auch das im 15. Jahrhundert erbaute Wasserschloss Podelwitz mit der Heimatstube der Familie Knochenmuß. Mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot ist es ein idealer Ausgangspunkt für weitere Ausflüge.
