Schloss Rochsburg

Ein märchenhaftes Schloss gibt Einblicke in das Leben der Schönburger

Schloss Rochsburg Schloss RochsburgFotografie: Wiegand Sturm (1, 4, 6, 7, 8), P. Georg Roß (2, 3), HVV (5) Schloss Rochsburg ragt weithin sichtbar über das Land und ist sowohl tagsüber als auch im abendlichen Lichtschein ein märchenhafter Blickfang. In den verschiedenen Innenhöfen, am Wehrgang und in der Schlosskapelle St. Anna gibt es so Einiges zu entdecken. Nach einer Besteigung des Bergfrieds eröffnet sich Ihnen ein einzigartiger Blick ins romantische Muldental.

 Das Museum

Im Museum ist zu sehen, wie einst in den Gemäuern gelebt wurde. Es beherbergt in mehreren Räumen, die im Stil von Barock-, Rokoko-, Empire- und Biedermeier eingerichtet sind, Stilmöbel aus der Zeit des 16. bis 19. Jahrhunderts und die Ahnengalerie der Grafen von Schönburg.

Beim Besuch der Dauerausstellung „Kostüme aus zehn Jahrhunderten“ können 52 Kostüme aus 1.000 Jahren Entwicklung der europäischen Mode bestaunt werden. Sie enthalten Beispiele für die Bekleidung des Adels, des Bürgertums, der Handwerker und Bauern und wurden in sieben Jahren erforscht und in Handarbeit originalgetreu nachgenäht. Während dieser Zeit wurden insgesamt 10.000 Kilometer Nähfaden, drei Kilometer Stoff und 500 Meter Spitze verarbeitet. 800 Knöpfe mit Knopflöchern waren zu bewältigen und dabei wurden tausende Nadeln verschlissen.

Mitunter sind die historischen Gemäuer Schauplatz für Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen. Im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers lohnt ein Besuch der alljährlichen Irischen Nacht. Dabei ist es ratsam, sich rechtzeitig die Eintrittskarten zu reservieren. Verschiedene weitere Veranstaltungen wie beispielsweise Historische Burgfeste, Land- und Adventsmärkte sowie ein Schokoladen-Festival ziehen jährlich viele Besucher an.

Gern wird auch auf der Burg geheiratet. Außerdem können Gäste in der auf dem Schloss ansässigen Schokoladenmanufaktur „Choco Del Sol“ die Rochsburger Schokoladenseite entdecken.

Die Geschichte

Der Name „Rochsburg“ lässt sich von „roch“ ableiten, was Berg oder auch Felsvorsprung bedeutet. Gegründet wurde die Burg im 12. Jahrhundert und 1195 mit ihrem Besitzer Gunteros de Rochsburg erstmals urkundlich erwähnt. Bergfried, Palas und Teile der Ringmauer blieben aus dieser Zeit erhalten.

Die Besitzverhältnisse und die Baugeschichte der Burg waren sehr wechselhaft. Nachdem die Burggrafen von Altenburg und von Leisnig in Rochsburg residierten, veränderte Arnold von Westfalen unter dem Bauherrn Hugold von Schleinitz das Erscheinungsbild der Burg wesentlich. 1548 übernahmen die Herren von Schönburg den Besitz. Unter ihrer Herrschaft wandelte sich die mittelalterliche Wehranlage Ende des 16. Jahrhunderts zum Renaissanceschloss. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ Christian von Schönburg vor dem Schloss einen Renaissancegarten mit Lusthaus anlegen. Am Schlossberg entstand nach 1800 ein englischer Landschaftspark, dessen Anlagen jedoch kaum noch erhalten sind.

Öffnungszeiten

April bis Oktober
täglich außer montags
10.00 bis 17.00 Uhr
am Wochenende und an Feiertagen bis 18.00 Uhr

November bis März
täglich außer montags
10.00 bis 16.00 Uhr

Januar
Sonnabend und Sonntag 10.00 bis 16.00 Uhr

(letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung)

Führungen nach Vereinbarung

Kontakt

Telefon

+49 (0)37383 803810

Internet

www.schloss-rochsburg.de

Adresse

Schlossstraße 1
09328 Lunzenau 

Tipp

Einen Ausflug auf Schloss Rochsburg beinhalten auch die Programme „Von Schloss Rochsburg zu Fuß nach Amerika“ und „Ritter von Rochsburg“ der Tourist-Information „Rochlitzer Muldental“.