Erlebnistour Seelitz

Dem Porphyr auf den Fersen

Stationen der Erlebnistour Stationen der ErlebnistourFotografie: HVV (1, 2), Stv Rochlitz (3), Gerhard Weber (4), Thomas Schlegel (5) Rochlitzer Porphyr war und ist Lieferant für Mühlsteine, Mord- und Sühnekreuze, Postsäulen, Wegweiser, Grenzsteine, Fenster- und Türeinfassungen oder Brücken, von denen auch heute noch zahlreiche Zeitzeugen zu entdecken sind. 

Beschreibung

Die rund 13 Kilometer lange Erlebnistour „Dem Porphyr auf den Fersen" soll helfen, diese Schätze der Region wieder zu entdecken und ihre Kleinode kennen zu lernen. Mit ihrem Verlauf durch die idyllische Landschaft des Rochlitzer Muldentals verbindet sie Baukunst mit der Schönheit der Natur.

Start der Erlebnistour ist der Mühlplatz in Rochlitz mit der Gaststätte „Gerichtsschänke", der Villa Haberkorn, in der bis zu seinem Tod 1948 Albrecht Haberkorn, der letzte Steinbruchbesitzer der Familie Haberkorn, lebte, und der Schlossmühle, deren Wasserkraft heute nur noch zur Erzeugung von Strom genutzt wird. Nicht weit entfernt sind die älteste Kirche des Rochlitzer Gebietes, die St. Petrikirche, und Schloss Rochlitz mit seinen beiden mächtigen Türmen, den Jupen. Unterhalb des Schlosses führt der Sörnziger Weg die Mulde aufwärts von Rochlitz nach Sörnzig - vorbei an einer malerischen Villa, der Pension „Zur alten Lohmühle". Nächste Stationen sind das Freizeitzentrum „Schlossaue" sowie die Ausstellungsgelände des Kaninchenzüchtervereins Rochlitz und Umgebung e.V., des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. und des Vereins für Ausdauersport Rochlitzer Berg e.V. Nach rechts zweigt der Steinmetzweg von der Erlebnistour ab. Er ist eine Verbindung zum Rudolf-Zimmermann-Weg, der auf den Rochlitzer Berg mit seinem Porphyrlehrpfad führt. Etwas weiter geradeaus führt der Weg durch den Mordgrund, der seinen Namen durch das Raubwild erhielt, das im Volksmund oft „Mard" genannt wurde. Kurz vor Ende des Waldes ist auf der rechten Seite der Katzenstein zu sehen, ein allein stehender Granitfels, von dem nicht weit entfernt der so genannte Trompetersprung liegt. Hier soll einst ein fliehender Reiter in die Tiefe gestürzt sein.

In Sörnzig selbst führt die Erlebnistour am Landgasthof und der Intarsienkunstscheune vorbei, in der durch das Einlegen von verschiedenfarbigen Furnierstücken in eine Holzfläche immer wieder neue und einzigartige Kunstwerke entstehen. Bevor die Tour weiter über den markanten Schaukelsteg Sörnzig führt, lohnt es sich, den Weg ein paar Meter geradeaus fortzusetzen - zu einem schönen Bauernhof mit zahlreichen Porphyrdetails.

Nach Fischheim, wo der Weg an einem besonders reich mit Porphyr geschmückten Bauerngut vorbei kommt, führt die Erlebnistour durch die idyllische Landschaft des Rochlitzer Muldentales, vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten, die einen herrlichen Blick über die umliegenden Orte ermöglichen, weiter nach Beedeln. Das in seiner Grundanlage fast vollständig erhaltene Rundlingsdorf wurde sorgsam restauriert. Der gesamte Ort steht heute unter Denkmalschutz und zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Beedeln beherbergt die älteste Scheune Sachsens. Ein Anziehungspunkt ist auch der Ferienhof Hahn mit Bauerncafé.

Nördlich von Beedeln liegt die kleine Ortschaft Seebitzschen,
deren ältestes Gebäude aus dem Jahre 1576 auf einem Vierseithof zu finden ist, der durch die Hofeinfahrt, die direkt durch ein weiteres Gebäude hindurch führt, ein besonderer Blickfang ist.

Es schließt sich der kleine Ort Zöllnitz an, in dem vor einigen Jahren der Kunsthof Zöllnitz, ein Ort für alle Kunstinteressierten, entstand. Etwas abseits von der Erlebnistour liegt die Zöllnitzer Mühle, die sich noch heute in einem sehr guten Zustand befindet.

Am Ufer des Erlbaches entlang führt die Strecke weiter nach Seelitz. Ein wichtiger dörflicher Erlebnisbereich ist der Reiterhof des Seelitzer Reit- und Fahrvereins e.V. Die auf einer Anhöhe gelegene, weithin sichtbare ehemalige Wallfahrtskirche Seelitz ist ein stattlicher, spätgotischer Bau und neben der Rochlitzer St. Petrikirche die älteste Kirche des Kreises Mittweida. Bereichert wird der historische Pfarrkomplex durch das Pfarrhaus, das Substitutenhaus und die ehemalige Kirchschule. Weiterhin gehört die Seelitzer Schule zu den ältesten in der Region um Rochlitz. Historische Quellen belegen, dass bereits im Jahre 1527 eine Bildungsgelegenheit in Seelitz existierte. Etwas abseits der Erlebnistour liegt in Seelitz die Gaststätte „Zum Wind". An der Kirche vorbei in Richtung Zöllnitz, kurz vor dem Ortsausgang hinter einer Hecke auf der rechten Seite steht das einzige Sühnekreuz in der Gegend um Rochlitz mit einer menschlichen Gestalt.

Wieder weiter in Richtung Rochlitz führt die Tour vorbei an Biesern, dessen schöne Landschaft mit ihren Wanderwegen zu ausgedehnten Spaziergängen - zum Beispiel vorbei an der ehemaligen Sandgrube, in der ein See mit einer Wasserfläche von 16 Hektar entstand - einlädt.

Letzte Station ist der Rochlitzer Ortsteil Zaßnitz mit seiner Hängebrücke. Sie ermöglicht einen einzigartigen Ausblick auf Schloss Rochlitz und die St. Petrikirche.

Übersichtskarte

karte_erlebnistour.pdf (250 KB)

seelitz.jpg Karte: Grafikstudio Heinicker

Hier können Sie das Begleitheft online durchblättern ...

 

 

... oder es sich herunterladen:

Erlebnistour_Seelitz.pdf (3,6 MB)

 Verlauf 


Wanderroute 821989 - powered by Wandermap